PV Thermografie benötigt mindestens 600 W/m² Einstrahlung als Orientierungswert, wenig Bewölkung und wenig Wind, sonst verschieben wir den Termin. Die Wärmebildkamera misst Oberflächentemperaturen, Mikrorisse im Modul sind damit nicht sichtbar. Ablauf und Auswertung erfolgen nach IEC TS 62446-3, der Bericht ist keine Zertifizierung und keine Abnahme. Die Ursache eines Befunds bestätigt eine Elektrofachkraft vor Ort.
- Gewerbedach und Freifläche
- Einsatz in ganz Europa
- Wiederholbar als PV Check
Bei einer Anlage mit mehreren hundert oder tausend Modulen zeigt das Monitoring, dass Ertrag fehlt, aber nicht, wo. Eine Begehung mit Handkamera dauert Tage. Aus der Luft erfassen wir die gesamte Anlage in einem Termin, und die Auswertung ordnet jede Auffälligkeit einem bestimmten Modul zu.

Beispiel: Dachanlage in Celje
Gewerbehalle, 100 kWp, 426 Module. Befliegung am 29. September 2026 in zwölf Minuten, wolkenlos und windstill, 731 W/m² Einstrahlung. 249 radiometrische Thermalaufnahmen mit rund 12 mm je Pixel, die Norm erlaubt höchstens 3 cm. Ergebnis: ein Stringausfall mit 17 Modulen, dazu 19 Module in der Stufe Defekt, 6 in der Stufe Warnung und 16 zur Beobachtung, kein Modul in der Stufe kritisch. Die vollständige Beschreibung finden Sie unter Referenzen.
Was im Bericht steht
- Jedes Modul mit Nummer und Koordinate, auffällige Module im 3D Modell der Anlage markiert
- Einstufung in fünf Stufen: normal, beobachten, Warnung, defekt, kritisch
- Thermalbild und Bild im sichtbaren Spektrum zu jeder Auffälligkeit
- Randbedingungen der Messung: Einstrahlung, Wetter, Abstand und Bildauflösung, Temperaturdifferenz normiert auf 1000 W/m²
- Servicebericht für das Team vor Ort, auf Wunsch in mehreren Sprachen
- Auf Wunsch die radiometrischen Rohdaten zur eigenen Auswertung
In ganz Europa im Einsatz
Viele Betreiber haben Anlagen in mehreren Ländern. Wir prüfen sie überall nach derselben Methode und mit denselben fünf Stufen, die Berichte lassen sich direkt vergleichen. Registrierung und Fernpilotenzeugnisse gelten nach EU Recht in allen Mitgliedstaaten. Wo vor Ort eine zusätzliche Genehmigung nötig ist, holen wir sie vor dem Einsatz ein. Berichte erhalten Sie auf Deutsch, Englisch oder Slowenisch.
Für Betreiber mehrerer Anlagen
Bleibt die Modulnummerierung über die Jahre gleich, werden die Berichte vergleichbar, und Sie sehen, ob sich ein Befund verändert. Diese wiederkehrende Prüfung bieten wir als PV Check an. Mehrere Anlagen in einer Region fliegen wir an einem Tag.
Das bringt es Ihnen
- Die gesamte Anlage in einem Termin, ohne Abschaltung und ohne Begehung der Modulfelder
- Jede Auffälligkeit einem Modul zugeordnet, Ihr Servicetechniker fährt gezielt hin
- Bewertung in fünf Stufen, damit klar ist, was zuerst zu prüfen ist
- Messbedingungen dokumentiert, der Bericht bleibt nachvollziehbar und mit späteren Prüfungen vergleichbar
Einsatzbereiche
Gewerbedach · Freifläche · Anlagen in ganz Europa · Dokumentation vor Abnahme und vor Ende der Gewährleistung · Wiederkehrende Prüfung
So läuft es ab
- 01Anlagendaten und Lageplan, soweit vorhanden
- 02Flugplanung, Abstimmung mit dem Betreiber und Termin bei passender Einstrahlung
- 03Befliegung mit radiometrischer Wärmebildkamera und RTK
- 04Auswertung und Befundbericht innerhalb von 24 bis 48 Stunden
Für wen geeignet
Betreiber und Eigentümer von PV Anlagen · Installateure und EPC · Betriebsführer · Versicherungen · Sachverständige
Ein Stringausfall zeigt sich im Monitoring nur als etwas weniger Ertrag. Im Wärmebild sehen Sie, welcher String es ist, und Ihr Techniker weiß vor der Anfahrt, wo er ansetzen muss.